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Ein Rundgang durch die Laurentius-Kirche

 


Über die Größe und das Aussehen der ersten an diesem Ort errichteten Kirche wissen wir nichts. Vermutlich war es nur ein Holzbau von geringen Ausmaßen. Die Laurentiuskirche wurde 1287 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Man vermutet, dass dieser Kirchbau schon aus Steinen gebaut war und das aus massiven Quadern erbaute Turmunterteil aus dieser Zeit stammt. Chorturmkirchen dieser Art dienten zugleich der Verteidigung.

 

 


Im Spitzbogen der Südtür findet man einen Inschriftenstein, er zeigt das Datum 1474. Vermutlich wurde er bei einem grundlegenden Neubau der Kirche an dieser Stelle eingemauert.

 

 



Schon bald nach der Reformation wurde die Kirche verbreitert, im Jahr 1607 wurde erneut eine Erweiterung vorgenommen.

 

Ein großer Umbau fand in den Jahren 1621/22 statt: das Kirchenschiff wurde nach Westen erweitert und man machte sich an den Einbau der Emporen mit ihrem beeindruckenden Bilderfries. In der damaligen Zeit gelangte man über einen Außenaufgang auf die Empore, der Zierstein an der Nordwand erinnert an diesen Eingang.



Animation der Bauphasen (Bitte klicken Sie auf das Bild)


Aus dieser Zeit stammen auch die Maßwerkfenster über dem Südportal und die Kreuzrosette im Westgiebel. Ebenso sind 1621/22 die holzgetäfelte Schiffsdecke, die Kanzel auf ihrem Steinsockel und wahrscheinlich auch der Taufstein eingebaut worden. Dieser Umbau prägt bis heute das Erscheinungsbild unserer Laurentiuskirche. (Bilder zur Baugeschichte)

 

 

 


In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche immer wieder verändert und den Bedürfnissen der Gemeinde angepasst. Eine große Veränderung kam in den Jahren 1626 und 1635. An der Pest starben 225 Personen, der Friedhof um die Kirche herum wurde zu klein. So wurde 1636 ein neuer Friedhof im Westen vor dem Dorf angelegt. Auf dem alten Friedhof wurde dann 1707 das heutige Pfarrhaus gebaut.


Neben vielem anderen sind drei Dinge in der Kirche bemerkenswert:

Die Emporenbilder, die Darstellung des Hl. Laurentius und der alte Weihestein.

 

Neben dem Südportal wurde ein römischer Weihestein eingemauert. Er galt jahrhundertelang als verschollen und wurde erst 1956 bei einer Renovierung gefunden. Die lateinische Inschrift lautet in der Übersetzung:

"Zur Ehre des Kaiserhauses weiht dem Gott Mars Cnabetius ein Bildnis Gaius Arrius. Er hat sein Gelübde gelöst froh und freudig nach Gebühr."

 

Sie besagt also, dass ein Römer namens Gaius Arrius dem Gott Mars Cnabetius diesen Weihestein gestiftet hat. Der Stein könnte aus einer römischen Siedlung aus der nahen Umgebung (Brandwald oder Maubacher Wald) stammen. Er wurde schon in früher Zeit in die Grundmauer der Kirche eingebaut, um die Macht des heidnischen Gottes an geweihter Stätte zu bannen.

 

 


Auf dem Schlussstein des Chorgewölbes sieht man das Bild des Hl. Laurentius, dem die Kirche geweiht ist. Der jugendliche Heilige ist gekleidet wie ein römischer Diakon mit dem Evangelienbuch in der Rechten und dem Gitterrost in der Linken.

Nach der Legende verteilte er während einer blutigen Christenverfolgung in Rom im Jahr 258 die Güter der Kirche an Arme und Kranke. Als er verhaftet wurde verlangte der Kaiser von ihm die Herausgabe des Kirchenschatzes. Da führte Laurentius alle Lahmen, Armen und Blinden herbei und sagte: "Diese sind der ewige Schatz der Kirche, denn ihre Hände haben den Schatz zum Himmel getragen!" Darauf gab der Kaiser den Befehl, ihn auf dem Rost über glühenden Kohlen zu martern. Mit dem Lobpreis "Herr, ich danke dir, dass ich zur Himmelstür eingehen darf" verstarb der heilige Märtyrer.

 

 


Der eigenwilligste Schmuck der Kirche ist zweifellos der Bilderfries an der Empore, der wohl im Jahr 1622 entstanden ist. Lange Zeit waren die Bilder übermalt und sie wurden 1936 freigelegt. Seitdem kann man die Bilder aus dem Alten und Neuen Testament wieder betrachten. Es ist, als hätten die Menschen zu Beginn des 30 jährigen Krieges schon geahnt, welche Schrecken durch Krieg und Pest auf sie zukommen würden. Die Bilder erzählen davon, dass seit dem Sündenfall Mord, Gewalt und Unrecht in der Welt herrschen. Eine Abbildung setzt einen Kontrapunkt: durch Christus, das Lamm Gottes, wird der Welt neues Leben geschenkt. Dieses Bild zeigt als einziges Blätter auf den sonst kahlen Bäumen.

Die Emporenbilder haben ein großes gemeinsames Thema: auch in den Zeiten der Not, der Gewalt und des Todes geht der Mensch nicht allein. Er muss sich zwar in dieser gefallenen Welt bewähren, aber über dem Elend dieser Welt erscheint immer wieder der allmächtige Herr mit Krone und Zepter, der über den Seinen wacht.




Letzte Aktualisierung:  21.02.2015, 18:30

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